Abstrakte Kunst und Architektur


Die Architektur und die abstrakte Kunst stehen in enger Verbindung. Die Architektur bezeichnet nicht nur das Bauen, sondern auch das kreative und das funktionale Entwerfen von Gebäuden und die Beschäftigung mit dem gebauten Raum.

 

In der Architektur lebt der Mensch seine kreative Ideen aus und läßt die Visionen zur Wirklichkeit werden. Ob die Architektur als das reine Bauen oder als Baukunst gesehen wird, liegt bei der betrachtenden Person und den Emotionen, die diese im Augenblick des Betrachtens des Gebäudes verspürt.

 

Das Ineinandergreifen bzw. das Zusammenwirken von Architektur und Kunst wird z.B. sehr deutlich bei den Gebäuden von Antonio Gaudí, die ohne rechte Winkel, mit der freien Verwendung verschiedener Materialien und dem bewussten Einsetzen von Ornamenten vor dem Betrachter als Gesamtkunstwerke wirken. Antonio Gaudí hat als Architekt den Jugendstil besonders geprägt.

 

In der abstrakten Kunst verhält es sich ähnlich, denn die Emotionen schaffen die Verbindung zwischen dem Künstler und dem Betrachter. Es heißt immerhin nicht ohne Grund, dass ein Bild auf sein Betrachter wirken muss.

 

Schaut man auf den "Abstrakten Expressionismus", so war die Priorität dieser Künstler Bilder zu schaffen, die aus einer intuitiven Kreativität heraus entstanden - ohne jeden Gegenstandsbezug. Der reine Entstehensprozess der Bilder war wichtig. Das Handeln aus dem Unterbewusstsein, ein sich Fallen lassen, ein intuitives Schaffen aus dem eigenen Innern. In der abstrakten Kunst gibt es zahlreiche unterschiedliche Möglichkeiten der Darstellung oder auch der künstlerischen Ausdrucksform. Im Vordergrund steht eine Art Freiheit. Die Farbe, die Form, das Werkzeug und das Material sind dabei ein wichtiger Baustein der abstrakten Kunst.